Prof. Dr. Dieter Dörr

Senior-Forschungsprofessur

Seit dem 1. Oktober 2017 hält Professor Dr. Dieter Dörr eine Senior-Forschungsprofessur. Damit würdigt das Ministerium für Wissenschaft, Weiterbildung und Kultur des Landes Rheinland-Pfalz dessen besondere wissenschaftliche Leistungen im Bereich des Medienrechts und des Internationalen Öffentlichen Rechts, insbesondere im Bereich des Selbstbestimmungsrechts indigener Völker.

Herr Professor Dr. Dörr hat in dem letztgenannten Bereich an zahlreichen fächerübergreifenden Projekten, Konferenzen und Publikationen mitgewirkt, eine intensive inneruniversitäre Zusammenarbeit mit der Amerikanistik und der Kulturgeographie begründet sowie zahlreiche internationale wissenschaftliche Kontakte geknüpft. Durch die Senior-Forschungsprofessur wird er diese Zusammenarbeit weiter pflegen und intensivieren sowie neue Projekte anstoßen können. Professor Dr. Dörr zeigte sich hoch erfreut über die Auszeichnung und die damit verbundenen Forschungsmöglichkeiten. Er plant, in den nächsten drei Jahren auch weiterhin zu dem gemeinsam mit Frau Professorin Dr. Mita Banerjee und Herrn Professor Dr. Anton Escher entwickelten Forschungsprogramm beizutragen und dieses kontinuierlich weiter zu entwickeln.

Forschung

Lebenslauf

Professor Dr. Dieter Dörr war vom 01.10.1995 bis 30.09.2017 Inhaber des Lehrstuhls für Öffentliches Recht, Völker- und Europarecht, Medienrecht an der Johannes Gutenberg-Universität Mainz. Seit dem 1.10.2017 ist er Inhaber einer Senior-Forschungsprofessur an der Johannes Gutenberg-Universität und seit dem 01.01.2000 Direktor des Mainzer Medieninstituts.

Er wurde 1952 in Tübingen geboren, legte 1977 die Erste Juristische Staatsprüfung und 1980 die Zweite Juristische Staatsprüfung ab. Von 1982 bis 1984 war er Dozent an der Verwaltungs- und Wirtschaftsakademie des Saarlandes. Im Jahr 1983 erfolgte die Promotion zum Doktor des Rechts. Von 1984 bis 1988 war er wissenschaftlicher Mitarbeiter am Institut für Völkerrecht und ausländisches öffentliches Recht an der Universität zu Köln und daneben seit 1986 als Dozent an der Verwaltungs- und Wirtschaftsakademie Köln tätig. 1987 erfolgte die Habilitation durch die Juristische Fakultät der Universität zu Köln. Von 1988 bis 1990 war er zunächst als Vertretungsprofessor und dann als Professor am Institut für Internationale Angelegenheiten der Universität Hamburg tätig und bekleidete von 1990 bis 1995 das Amt des Justitiars beim Saarländischen Rundfunk. Von 1994 bis 1999 war er Direktor des Instituts für Europäisches Medienrecht (EMR) Saarbrücken. Von 2000 bis 2017 war er sachverständiges Mitglied der Kommission zur Ermittlung der Konzentration im Medienbereich (KEK), davon von 2004 bis 2007 als Vorsitzender. Von 2003 bis 2017 war er zudem Richter im Nebenamt am Oberlandesgericht Koblenz.

Funktionen

seit 1999 Mitherausgeber der Schriftenreihe "Studien zum deutschen und europäischen Medienrecht"
seit 2005 Mitherausgeber der Schriftenreihe "Res Publica, Öffentliches und Internationales Recht"
seit 2000 Mitglied der Kommission zur Ermittlung der Konzentration im Medienbereich (KEK) - von 2005 bis 2007 Vorsitzender der KEK
seit 2000 Direktor des Mainzer Medieninstituts
2001-2004 Mitglied des Advisory Panel on Media Diversity des Europarates
seit 2003 Richter im Nebenamt am OLG Koblenz
2006-2011 Sprecher der Gutenberg-Akademie
2007-2013 Mitglied des Leitungsgremiums des Gutenberg-Forschungskollegs

Veröffentlichungen und Herausgeberschaften

Eine Auflistung der Veröffentlichungen von Prof. Dörr finden Sie hier zum Download (Stand: Mai 2017).

Medienrecht (5. Auflage 2014)

(zusammen mit Rolf Schwartmann)

Das Buch bietet einen Überblick über das gesamte Medienrecht. Gegenstand sind das nationale öffentlich-rechtliche Medienrecht und das Multimedia- und Internetrecht sowie das Telekommunikationsrecht. Vorgestellt werden zudem mit dem Medienrecht verwobene Gebiete wie Datenschutzrecht, Wettbewerbs- und Kartellrecht, Urheber-, Marken- und Werberecht, Strafrecht sowie Europäisches und Internationales Medienrecht. Es wendet sich an Studierende an Universitäten und Fachhochschulen in Medienstudiengängen sowie an Medienpraktiker.

Heidelberger Kommentar - Rundfunkstaatsvertrag Jugendmedienschutzstaatsvertrag

(Hrsg. zusammen mit Reinhard Hartstein, Wolf-Dieter Ring, Johannes Kreile, Rupert Stettner, Mark D. Cole und Eva Ellen Wagner)

Namhafte Experten aus der deutschen Medienlandschaft sind die Herausgeber dieses umfassenden Großkommentars. Der Kommentar wird laufend aktualisiert und den jeweiligen Rundfunkänderungsstaatsverträgen angepasst.

 

 

Schriftenreihe Media Convergence/Medienkonvergenz

(Hrsg. zusammen mit Stefan Aufenganger, Stefan Füssel, Oliver Quiring und Karl N. Renner)

Ziel der interdisziplinären Schriftenreihe ist es, die Auswirkungen der Digitalisierung auf die Medien, Kommunikationsformen, Medienmärkte und das Mediennutzungsverhalten zu untersuchen, die Veränderungsprozesse im sozialen, kulturellen, politischen, ökonomischen und rechtlichen Bereich zu analysieren, um die daraus erwachsenen Potentiale und Konfliktfelder kritisch zu reflektieren und wissenschaftlich aufzuarbeiten.

Schriftenreihe Studien zum deutschen und europäischen Medienrecht

(Hrsg. zusammen mit Udo Fink)

Die Schriftenreihe “Studien zum deutschen und europäischen Medienrecht” des Mainzer Medieninstituts wird mit freundlicher Unterstützung der Dr. Feldbausch-Stiftung herausgegeben. Die Schriftenreihe erscheint bei der Peter Lang GmbH (Frankfurt am Main), Europäischer Verlag der Wissenschaften.

Schriftenreihe Öffentliches und Internationales Recht - res publica

(Hrsg. zusammen mit Udo Fink und Rolf Schwartmann)

Die Schriftenreihe Öffentliches und Internationales Recht - res publica will Beiträgen zum öffentlichen und internationalen Recht ein Forum geben. Es erscheinen in regelmäßigen Abständen herausragende Dissertationen, Habilitationsschriften, Antrittsvorlesungen und Tagungsbände.

Medienrecht: Lexikon für Wissenschaft und Praxis

(Hrsg. zusammen mit Peter Schiwy und Walter Schütz)

Über 60 Experten des Medienrechts, darunter Rechtsanwälte, Professoren der Rechtswissenschaft, Kommunikationswissenschaftler und Mitarbeiter in Berufsverbänden behandeln in knapp 70 ausführlichen Beiträgen das gesamte Recht der Medien.